Panama City Beach ist eine interessante Alternative zu den bekannten touristischen Zielen in Florida. Vor allem gilt dies, wenn man auf einen unbeschwerten Strandurlaub aus ist. Denn die Stadt im Westen des Sunshine State ist in erster Linie berühmt für die Qualität und einfache Zugänglichkeit ihrer Strände. Sie punktet aber auch mit einer einladenden und entspannten Atmosphäre sowie bezaubernden Naturräumen.
Der Strand von Panama City Beach reiht sich nahtlos ein in die vielen zauberhaften Küstenabschnitte am Golf von Mexiko, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Auf mehr als 40 Kilometern Länge erwartet Besucher nicht nur extrem feiner und strahlend weißer Quarzsand, sondern das glasklare Wasser des Golfs, das meist in einer smaragdgrünen Farbe erscheint. Die Küste vor Panama City Beach ist daher auch als Emerald Coast bekannt. Oft wird sie auch als „World’s Most Beautiful Beaches“ bezeichnet – eine nicht von der Hand zu weisende Zuschreibung, die sich die Stadt sogar als offizielles Motto zu Eigen gemacht hat.
Die Strände von Panama City Beach sind auch für ihre leichte Erreichbarkeit berühmt. Es gibt um die einhundert Zugangspunkte für Strandbesucher. Trotzdem muss man sich fast nie Gedanken machen, dass es voll wird. Außer zu Spitzenzeiten wie der Spring Break finden sich immer ruhige Orte. Dass sich im Zentrum von Panama City Beach gleich hinter dem Strand Hotels auftürmen, kann man mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen. Die modernen Hochhäuser wollen zwar nicht so recht in die schöne Küstenlandschaft passen, sind dank ihrer Lage aber ideal für Besucher und bieten aus den höheren Stockwerken auch noch einen traumhaften Meerblick.
Doch es ist nicht weit bis zu unverfälschten Küstengebieten, die sich zum Beispiel im Camp Helen State Park und im St. Andrews State Park befinden. Letzterer ist bekannt für seine malerischen Strände und vielfältigen Ökosysteme. Von hier aus empfiehlt sich außerdem eine Bootsfahrt zur Shell Island. Die vorgelagerte Insel ist unbewohnt und ein ausgesprochenes Naturparadies, das sich perfekt für eine kleine Auszeit eignet. Sei es auf der Suche nach Muscheln an den schneeweißen Stränden, beim Schnorcheln oder dem Beobachten von Delfinen – die Insel ist wie geschaffen, um den Alltag selbst im Urlaub hinter sich zu lassen.
Wer den entspannten Naturerlebnissen den ultimativen Kontrast entgegensetzen möchte, braucht in und um Panama City Beach ebenfalls nicht lange zu suchen. Mit gemieteten Jetskis lässt sich durch die smaragdgrünen Fluten düsen, oder man nimmt an einer begleiteten Jetski- oder Bootstour zu den Delfingründen im offenen Meer teil. Alternativ kann man sich auch in die Lüfte aufschwingen und bei einer Paragliding-Tour das Treiben aus exzellenter Perspektive verfolgen.
Stattdessen geht es bei Tauchgängen in eine bunte Unterwasserwelt, die mit künstlichen Riffen und Schiffswracks unvergessliche Eindrücke verheißt. Nicht umsonst gilt Panama City Beach als eines der besten Tauchreviere der USA. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich das Man in the Sea Museum nicht entgehen lassen. Es widmet sich der Geschichte des Gerätetauchens und gilt als ältestes Museum seiner Art weltweit.
Nicht weit von diesem Museum verheißt mit Shipwreck Island ein tropischer Wasserpark Erfrischung, Abkühlung und jede Menge Kurzweil und ist einer der Favoriten bei Familien. Gleiches lässt sich von den Go-Kart-Bahnen in der Stadt behaupten. Bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist der Pier Park, eine Mischung aus Einkaufsmeile und Freizeitpark. Mit Läden, Restaurants, einem Kino und einem Riesenrad ist der Park eine unverzichtbare Attraktion. Nicht zu vergessen der Russell-Fields Pier, der von hier aus mehr als 400 Meter in das Meer hineinragt. Auch bekannt als City Pier, ist der Anleger aus Beton konstruiert, um Hurrikans besser widerstehen zu können als seine Vorgänger.
Der Pier ist ein beliebter Angelplatz; Besucher können sich vor Ort benötigte Ausrüstung mieten. Einfacher an diverse Delikatessen aus dem Meer gelangt man freilich in den Fischrestaurants, die die lokale Gastronomie prägen. In vielen Restaurants sind Zackenbarsch und Roter Schnapper als Fang des Tages erhältlich, der sich in vielen Variationen zwanglos genießen lässt. Passend zum entspannten Lebensstil ist die Kleiderordnung zumeist lässig. In Seafood Shacks und Tiki Bars sind Gäste in der Regel sogar mit Badekleidung und Flipflops willkommen.
Zu den angebotenen Spezialitäten zählen neben Garnelen, Austern und anderen Meeresfrüchten einheimische Steinkrabben, die allerdings nur von Mitte Oktober bis Ende April fangfrisch serviert werden. Dieser Zeitraum ist mit Ausnahme der Spring Break im Frühjahr ideal für einen Besuch in Panama City Beach. Es ist dann merklich ruhiger, obwohl die Temperaturen zumindest tagsüber meist angenehm sind.
Übrigens: Panama City Beach wird mitunter mit der wenige Kilometer entfernten Kreisstadt Panama City verwechselt. Letztere ist touristisch zwar weniger relevant, bietet sich mit weiteren Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten wie dem Oyster Trail unter Umständen als Alternative an, zumal auch hier das für Florida typische karibische Flair omnipräsent ist.