Pacific Coast Scenic Byway

Der Pacific Coast Scenic Byway in Oregon erstreckt sich entlang der gesamten Pazifikküste des Staates im Nordwesten der USA. Zwischen Astoria im Norden und Brookings im Süden legt der U.S. Highway 101 rund 340 der malerischsten Meilen (ungefähr 550 Kilometer) zurück, die man sich vorstellen kann. Vorbei an feinsandigen Dünen und pittoresken Leuchttürmen, über schroffe Klippen und historische Brücken und nicht zuletzt durch rustikale Ortschaften verheißt die All-American Road ein Abenteuer voller Eindrücke, das man so schnell nicht vergisst.

Der Highway 101 folgt fast durchweg Oregons Küstenlinie. Doch auch nach noch so vielen Meilen wird sich nie das Gefühl von Langeweile oder Monotonie einstellen. Denn so facettenreich ist, was man bereits während der Fahrt entdeckt, so vielfältig sind die unzähligen Attraktionen, die es unterwegs zu erkunden gibt. Und das beste ist, dass die Küste praktisch durchweg für jeden erreichbar ist. Das 1967 verabschiedete Oregon Beach Bill garantiert der Öffentlichkeit den uneingeschränkten Zugang zu allen Stränden. Davon sollte man auf jeden Fall im Sommer Gebrauch machen. Mitunter sind es nur ein paar Schritte vom Pacific Coast Scenic Byway bis zum Meer.

Charmante Ortschaften wie Cannon Beach oder Yachats laden unterwegs dazu ein, eine Pause zu machen. Ein besonderer Ort ist Port Orford. 1851 gegründet gilt die Kleinstadt als älteste Siedlung an Oregons Küste. Zudem ist Port Orford die am weitesten westlich gelegene Stadt der kontinentalen USA ohne Alaska. In den größeren Städten Astoria, Lincoln City, Newport oder North Bend lässt sich die meist frische Meeresbrise gegen Stadtluft eintauschen. Hier finden sich dann auch romantische Unterkünfte, von denen es ohnehin einige braucht, denn eine Reise auf dem Pacific Coast Scenic Byway nimmt mehrere Tage in Anspruch.

Newport und North Bend befinden sich in etwa auf der Hälfte der Tour und sind durch die imposante Yaquina Bay Bridge miteinander verbunden. Unweit der Brücke steht mit dem Old Yaquina Bay Light der einzige erhaltene Leuchtturm Oregons, der zugleich ein Wohnhaus beinhaltet.

Ohnedies sind Leuchttürme und Brücken ständige Begleiter einer Tour auf dem Pacific Coast Scenic Byway. Als malerischster Leuchtturm gilt das Heceta Head Lighthouse, das sich zehn Meilen (16 km) nördlich von Florence auf einer Klippe hoch über der meist tosenden Brandung standhaft gegen Wind und Wetter behauptet. Nur eine Meile südlich davon befindet sich mit den Sea Lion Caves die größte Seehöhle der USA.

Während die Höhlentour kostenpflichtig ist, lässt sich von einem benachbarten Aussichtspunkt ein herrlicher Blick auf das Heceta Head Lighthouse werfen. Direkt unterhalb des Sealion Beach Vantage Point tummeln sich gern Seelöwen. Von hier bestehen auch gute Chancen, Wale zu beobachten. Derweil schmiegt sich der Highway in rund 90 Metern Höhe an die Steilküste. Ein Stück weiter nördlich beherbergt die Cape Perpetua Natural Area nicht nur den höchsten Aussichtspunkt, sondern weitere Naturwunder. Es ist einer dieser vielen malerischen Abschnitte des Pacific Coast Scenic Byway, die sich zu einer absoluten Traumstraße aneinanderreihen, die übrigens nicht zu verwechseln ist mit dem Pacific Coast Highway in Kalifornien.

Doch auch wo der Highway einmal nicht unmittelbar an der Küstenlinie verläuft, ist es bis zu dramatischen Impressionen nie weit. Imposant sind beispielsweise die Natural Bridges sowie der Arch Rock nördlich von Brookings. Die Naturbögen werden beständig von kraftvoller Brandung umspült und sind faszinierend anzusehen. Noch bemerkenswerter ist die Devils Punchbowl auf halbem Weg zwischen Lincoln City und Newport, eine zusammengestürzte Meereshöhle mit mehreren Öffnungen. Bei Niedrigwasser lässt sich das Naturdenkmal vom Strand aus betreten.

Wem all die verschwenderische Naturschönheit allein noch nicht genug ist, findet am Pacific Coast Scenic Byway jede Menge spektakuläre Erlebnisse, mit denen sich ein Road Trip an Oregons Pazifikküste zu einem einzigartigen Abenteuer ausbauen lässt. Surfen, Walbeobachtungstouren, ein Badestopp an einem der weißen Sandstrände oder eine Fahrt an Bord eines Zuges der Oregon Coast Scenic Railroad in Garibaldi – die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Ganz zu schweigen von der Oregon Dunes National Recreation Area. Die rund 60 Kilometer lange Dünenlandschaft umfasst das größte Küstendünenfeld Nordamerikas und ist ein beeindruckendes Paradies. Naturliebhaber finden hier eine vielfältige Flora und Fauna und unzählige Möglichkeiten zum Wandern. Außerhalb der geschützten Areale kommen Abenteurer bei rasanten Touren im Buggy durch die Dünen auf ihre Kosten. Die Oregon Dunes sind eines der besten Offroad-Gebiete im Westen der USA und einer der Höhepunkte am Pacific Coast Scenic Byway.

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