Die Princeton University gehört zu den angesehensten Universitäten der Welt. Die 1746 gegründete Hochschule ist für ihre herausragenden Forschungsleistungen bekannt. Dank ihrer akademischen Exzellenz und langen Tradition zählt sie zu den kulturellen Highlights des Bundesstaates New Jersey. Der altehrwürdige Campus im Herzen der gleichnamigen Stadt Princeton bietet zudem ein erlesenes Ambiente. All das macht die Universität zu einem unvergesslichen Ausflugsziel.
Die Geschichte der Princeton University, die eng mit der Historie der USA verwoben ist, wird an vielen Stellen greifbar. Das eindrucksvollste Zeugnis hiervon ist die Nassau Hall aus dem Jahr 1756. Sie ist nicht nur das älteste Gebäude und die Seele der Universität, sondern diente 1783 sogar für kurze Zeit als Sitz des Kontinentalkongresses, wodurch Princeton vorübergehend zur Hauptstadt der noch jungen Vereinigten Staaten wurde. Die Fassade ist mit Efeu bewachsen, und es ist Tradition, dass jeder Abschlussjahrgang einen neuen Ableger pflanzt. Die immergrünen Gewächse wirken wie ein Sinnbild für die Bedeutung Princetons als Eckpfeiler der berühmten Ivy League.
Nicht weniger beeindruckend zeigt sich die Architektur an vielen anderen Stellen des Campus, der mit weitläufigen Grünflächen und altem Baumbestand ein Ensemble bildet, das immer wieder für seine würdevolle Eleganz gelobt wird. Eines der Wahrzeichen ist der Blair Arch mit der davor befindlichen Freitreppe. Das frühere Hauptportal ist traditioneller Treffpunkt für Studienanfänger und Absolventen, die hier gemeinsam singen. Die Step Sings sind eines der offensichtlichsten Aushängeschilder des kulturvollen Campuslebens. Auf dem zentralen Cannon Green, einem beliebten Treffpunkt, kann man sich jederzeit unter die Studenten mischen und eine ungezwungene Seite des akademischen Lebens auskosten.
Ein Blick hinter die wuchtigen neugotischen Mauern lohnt sich ganz besonders im Princeton University Art Museum. Es beherbergt umfangreiche Kollektionen aus Europa, Amerika und Asien von der Antike bis zur Gegenwart und gehört mit mehr als 100.000 Objekten zu den bedeutendsten Universitätsmuseen der USA. Seine Ausstellungen unterstreichen nicht nur den Ruf der Hochschule als Ort von Wissenschaft und Kunst. Mit freiem Eintritt wird es auch dem Anspruch der Princeton University gerecht, ein einladender Ort für jedermann zu sein.
Hiervon kann man sich auch in der Princeton University Chapel überzeugen, einer der größten Universitätskapellen der Welt, die ausdrücklich Angehörigen aller Religionen und Konfessionslosen offensteht. Auch wer nicht an einem der regelmäßigen offenen Gottesdienste teilnimmt, wird von den farbenprächtigen Glasfenstern und kunstvoll gestalteten Gewölben des neugotischen Bauwerks überwältigt sein. Kulturliebhaber wird das Princeton Summer Theater verzücken. Schauplatz der öffentlich zugänglichen Vorstellungen des studentischen Theaterensembles, das weit über die Region hinaus geschätzt wird, ist das Hamilton Murray Theater.
Mit vielen weiteren historischen Gebäuden und öffentlichen Kunstwerken (der Campus der Princeton University beherbergt eine der größten Skulpturensammlungen des 20. und 21. Jahrhunderts) verspricht das altehrwürdige Herz Princetons Eindrücke und Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Um nichts zu verpassen, lohnt es sich an einer von Studenten angebotenen Führungen teilzunehmen. Diese richten sich zwar in erster Linie an Studieninteressierte und deren Familien, stehen aber auch Besuchern offen. Alternativ gibt es auch kommerzielle Touren, die neben dem Universitätsgelände weitere Orte in Princeton beleuchten.
Überhaupt lohnt es sich, einen Blick über den Hauptcampus hinaus zu werfen. Ein bemerkenswertes Kleinod ist das südwestlich gelegene Graduate College. Das Ensemble mutet fast an wie eine neugotische Festung. Besonders imposant ist der 53 Meter hohe Cleveland Tower, der eines der weltgrößten Glockenspiele beherbergt. Mit etwas Glück lässt sich der Turm sogar besteigen und von seiner Spitze der wohl beste Blick über ganz Princeton erleben.
Die Stadt selbst bietet jenseits ihrer renommierten Universität weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört etwa das Albert Einstein House (112 Mercer Street). Heute ist das schlichte Holzhaus eine Privatresidenz und nur von der Straße aus zu betrachten. Dennoch spielt es eine tragende Rolle, da allein die Anwesenheit des Genies Generationen von Forschern beflügelte. Mit dem Morven Museum & Garden steht die einstige Gouverneursvilla New Jerseys Besuchern offen. Direkt nebenan erinnert das Princeton Battle Monument an den Sieg George Washingtons in der Schlacht von Princeton im Jahr 1777. Dem Schlachtfeld vor den Toren der Stadt ist der Princeton Battlefield State Park gewidmet.