Killpecker Sand Dunes

Versteckt in den Weiten des südwestlichen Wyomings, sind die Killpecker Sand Dunes ein ausgesprochenes Paradies für alle, die beeindruckende Landschaft mit einem Hang zum Abenteuer verbinden möchten. Das entlegene Dünenfeld ist mit mehr als 440 Quadratkilometern nicht nur eines der größten der Welt, sondern ein Naturschatz von ausgesprochener Schönheit und Wildheit. Wer abseits bekannter Sehenswürdigkeiten etwas Besonderes entdecken möchte, sollte sich dieser Gegend zuwenden.

Fernab ausgetretener Touristenrouten geht es in dem Landstrich inmitten der zerklüfteten Red Desert ruhig zu. Was metaphorisch zu verstehen ist, denn die Stille hat in den Killpecker Sand Dunes einen Klang. Die Dünenlandschaft ist Schauplatz eines seltenen Naturphänomens – sogenannter klingender Dünen. Das sonore Brummen, das den ganzen Körper durchdringt, entsteht unter bestimmten Bedingungen, wenn Wind polierte Sandkörner über die Dünenkämme jagt. Es ist ein unwirkliches Gefühl, das man nur an wenigen Orten der Welt erlebt.

Richtig zur Sache geht es dagegen in der Open Play Area, die ungefähr zehn Prozent der Killpecker Sand Dunes umfasst und für motorisierte Erkundungen der Sanddünen freigegeben ist. Hier können sich Hobbypiloten in Buggys und All Terrain Vehicles nach Herzenslust austoben. Bei rasantem Ritt durch sandige Täler und über steile Kämme der bis zu 30 Meter hohen Dünen lässt sich fahrerisches Können aufs Vollste austesten, was den einen oder anderen Adrenalinkick beschert. Wem dieses Vergnügen als Durchschnittstourist verwehrt bleibt, kann sich immerhin beim Sandboarding austoben.

Der große Rest der Killpecker Sand Dunes steht überwiegend unter Naturschutz und ist für jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt. In der Einsamkeit der weiten kostbaren Naturräume bestehen durchaus Chancen auf Begegnungen mit wilden Bewohnern. In der Gegend sind wilde Wapitis und Mustangs zu Hause, die perfekt an die Wüstenlandschaft angepasst sind. Bei näherem Hinsehen erweisen sich die Killpecker Sand Dunes überhaupt als erstaunlich artenreich. Der Sand speichert eingesickertes Regen- und Schmelzwasser und bewahrt es vor der Verdunstung, wovon Flora und Fauna profitieren.

Die entlegene Gegend weiß ausgesprochene Wüstenenthusiasten außerdem mit weiteren Features zu begeistern. Dazu gehört zweifellos der markante Boar’s Tusk. Die 120 Meter hohe Felsnadel vulkanischen Ursprungs bildet einen starken Kontrast zum sanften Wüstensand und lädt zum fotografischen Experimentieren ein. Ausgesprochene Enthusiasten sollten die Killpecker Sand Dunes mit den nahegelegenen White Mountain Petroglyphs und den Cedar Canyon Petroglyphs verbinden. Die Felszeichnungen sind bemerkenswerte Zeugnisse der Vergangenheit, die noch immer den Geist ihrer Schöpfer verkörpern.

Die Killpecker Sand Dunes brauchen Zeit, gute Vorbereitung und Abenteuerlust. Wer das mitbringt, findet im Herzen von Wyomings Red Desert ein authentisches Wildnis-Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Die nächstgelegene Stadt, die sich als Ausgangspunkt für eine Expedition anbietet, ist Rock Springs, das etwa 55 Kilometer südlich liegt.

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