Bemerkenswerte Museen gibt es in San Francisco einige. Das San Francisco Museum of Modern Art gehört dabei zweifellos zu den Highlights. Denn mit seinem ausgezeichneten Ruf und einer hochkarätigen Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst ist es eines der bedeutendsten Museen seiner Art in den USA und eines der größten weltweit. Wer sich für Gegenwartskunst interessiert, sollte genug Zeit mitbringen, um all die Schätze sorgfältig studieren zu können.
Auf nicht weniger als sieben Etagen spannt das Museum einen spektakulären Bogen von wegweisenden Ikonen der Moderne bis zu raumgreifenden Installationen, in die Besucher förmlich eintauchen. Einer der herausragenden Publikumsmagneten ist die Fisher Collection. Eine der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen, die je einem Museum zur Verfügung gestellt wurden, umfasst sie zahlreiche kostbare Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Einmalige Stücke von Größen wie Andy Warhol, Gerhard Richter oder Alexander Calder bilden das Rückgrat dieser beispiellosen Kollektion.
Im Erdgeschoss des Hauses ist mit der Roberts Family Gallery ein besonderes Highlight eingerichtet. Die Galerie zeigt wechselnde, häufig monumentale und publikumswirksame Werke namhafter Künstler. Hier und zu einigen weiteren Ausstellungsflächen ist der Eintritt übrigens generell kostenlos – im Gegensatz zum Hauptteil des Museums. Doch angesichts des dort Gebotenen ist der durchaus beachtliche Ticketpreis eine lohnende Investition.
Nicht nur die unermesslichen Kunstschätze des San Francisco Museum of Modern Art verstehen seine Besucher zu verzaubern, sondern auch das Gebäude selbst, das dem erlesenen Anspruch der Institution zur Ehre gereicht. Die Ansicht des Hauses ist reich an Symbolik und praktischem Nutzen. Ins Auge fällt sofort der schräg angeschnittene Zylinderturm, der nicht nur einen städtebaulichen Akzent setzt, sondern das Atrium des Museums mit reichlich Tageslicht flutet. Im Kontrast dazu steht der weiße Erweiterungsbau, dessen Gestaltung an die Wellen und Nebelschwaden der San Francisco Bay erinnert.
Das wohl spektakulärste Highlight der Erweiterung ist die sogenannte Living Wall an der Pat and Bill Wilson Sculpture Terrace im dritten Stock. Die riesige Gartenwand ist mit Tausenden einheimischen Pflanzen bestückt und damit der größte vertikale Garten in den USA. Die lebendige Verbindung von Architektur und Natur schafft einen beeindruckenden Kontrast zu der Kunst des San Francisco Museum of Modern Art auf der einen und den Wolkenkratzern der Umgebung auf der anderen Seite.
Das Museum befindet sich direkt im Herzen des pulsierenden Viertels South of Market, das die Einheimischen fast immer nur als SoMa bezeichnen. Die Gegend gilt als kultureller Mittelpunkt der Stadt und hält für Kunstkenner weitere Sehenswürdigkeiten bereit. Direkt nebenan befindet sich das Museum of the African Diaspora, das sich in wechselnden, stets aktuellen Ausstellungen der Kunst und Kultur afrikanischer Herkunft widmet.
Nur wenige Schritte entfernt empfiehlt sich das Yerba Buena Center for the Arts als lebendiger Hort der bildenden und darstellenden Kunst mit einem abwechslungsreichen Portfolio an Aufführungen oder Vernissagen. In den Yerba Buena Gardens lässt sich Kunstgenuss wiederum mit einer Auszeit inmitten einer grünen Oase verbinden. Das gehobene gastronomische Angebot in der Nachbarschaft rundet einen inspirierenden Tag in der Gegend rings um das San Francisco Museum of Modern Art stimmig ab.