Moca Los Angeles

Kunstliebhaber kommen am Museum of Contemporary Art im Herzen von Los Angeles nicht vorbei, zumindest dann, wenn man ein Faible für zeitgenössische Werke hat. Denn das Moca, wie die Institution allgemein genannt wird, gilt als eine der weltweit führenden Adressen für Kunst der Gegenwart. Gemeinsam mit dem benachbarten Broad und der Walt Disney Concert Hall ist das Haus einer der kulturellen Eckpfeiler in der Innenstadt der Metropole.

Im Hauptgebäude an der Grand Avenue erleben Besucher die großen Strömungen der Kunstgeschichte ab etwa 1940. Zu sehen sind Meilensteine des Abstrakten Expressionismus und der Pop-Art, darunter ikonische Arbeiten von international geachteten Größen wie Jackson Pollock, Robert Rauschenberg oder Mark Rothko. Im Ganzen umfasst die Kollektion mehr als 7.000 Werke. Nicht nur die Objekte sind bemerkenswert, sondern auch die Art ihrer Inszenierung. Durch Glaspyramiden auf dem Dach des Gebäudes fällt Licht gezielt in die Galerien, das eine magische Atmosphäre schafft.

Das Moca ist allerdings weit mehr als eine klassische Kunstsammlung. Neben dem Hauptgebäude, das mit postmoderner Architektur des Pritzker-Preisträgers Arata Isozaki bereits von außen markante Akzente setzt, unterhält das Haus in Little Tokyo eine Außenstelle, in der das rustikale Ambiente der industriellen Vergangenheit dominiert. Bekannt als The Geffen Contemporary at Moca, bietet die frühere Reparaturwerkstatt des Los Angeles Police Department viel Platz für großformatige Installationen und multimediale Arbeiten. Umgestaltet wurden die imposanten Räumlichkeiten für ihren heutigen Zweck übrigens von niemand Geringerem als dem Stararchitekten Frank Gehry.

Das Moca trägt damit seinen nicht unerheblichen Teil zum Ruf von Los Angeles als ausgesprochener Kulturhochburg bei. Wer unschlüssig ist, diesem Aushängeschild die Ehre zu erweisen, lässt sich vielleicht von dem kostenlosen Eintritt überzeugen. Außer zu bestimmten Sonderausstellungen ist der Zugang zu beiden Museumsteilen generell gratis. Das Moca Los Angeles war eines der ersten Museen, die diesen Schritt gingen, um die Welt der Kunst und Kultur für alle zugänglich zu machen. Das gesparte Geld lässt sich hervorragend im museumseigenen Shop ausgeben oder in eine Fahrt mit der historischen Standseilbahn namens Angels Flight Railway gleich um die Ecke vom Hauptgebäude investieren.

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