Newport Beach ist ein Ort, in dem man Luxus nicht zur Schau stellt, sondern ihn lebt. Die Hafenstadt zwischen Los Angeles und San Diego gehört zu den teuersten und vornehmsten Gegenden der USA, doch statt einer versnobten Atmosphäre prägt ein lässiger Lebensstil den Alltag. Man ist oft genug einfach nur in Strandkleidung unterwegs, genießt die Sonne des südlichen Kalifornien und eine angenehme Brise vom Meer. Am besten lässt man sich von diesem Gefühl selbst mitreißen und entdeckt bei der Gelegenheit, was die Stadt im Orange County noch zu bieten hat.
Ähnlich wie das benachbarte Huntington Beach, ist auch Newport Beach berühmt für seine exzellenten Bedingungen zum Surfen. Vor allem zwischen dem Newport Pier und der Mündung des Santa Ana River lohnt es sich entlang der Balboa Peninsula, auf den Wellen zu reiten. Wer lieber im Sand entspannt, kommt hier ebenfalls voll auf seine Kosten. Dass die Strände im Süden Kaliforniens weltberühmt sind, findet in Newport Beach ein weiteres Mal seine Bestätigung, zum Beispiel mit dem Corona del Mar State Beach. Der beliebte Strand verspricht eine herrliche Mischung aus goldenem Sand und zerklüfteter Felsenküste. Vom Lookout Point bietet sich ein beeindruckendes Panorama über die Zufahrt zum Hafen der Stadt.
Einst ein bedeutender Seehafen, dienen die weitläufigen Marinas zwischen dem Festland und der Balboa Peninsula heute überwiegend dem Freizeitvergnügen. Allein dem geschäftigen Treiben zuzuschauen, das zwischen hunderten Segelbooten und Yachten herrscht, beschert ein Gefühl von Freiheit und Urlaubsfreude. Doch das lässt sich steigern, zum Beispiel indem man sich kurzerhand ein Duffy Electric Boat mietet und die Gegend vom Wasser aus erkundet. Beliebt sind auch kommentierte Hafenrundfahrten sowie Bootstouren aufs offene Meer hinaus, die ebenfalls im Hafen von Newport Beach starten.
Unverzichtbar ist ein Bummel über Balboa Island. Die künstliche Insel erhebt sich mitten aus den Hafengewässern und darf ohne Weiteres als die gute Stube der Stadt bezeichnet werden. Vor den dicht aneinandergereihten Häusern, die oft mit Blumen und unverkennbaren maritimen Details geschmückt sind, spielt sich das Leben Newport Beachs auf besonders reizvolle und vor allem entschleunigte Weise ab. Die Marine Avenue voller Läden, Galerien und Restaurants lädt zum Flanieren und Dinieren ein.
Der Besuch auf der Insel ist nicht vollständig, ohne einen Spaziergang am Grand Canal unternommen zu haben, der die Hauptinsel von Little Balboa Island trennt. Am besten geht das übrigens mit einer Balboa Bar in der Hand. Das von Schokolade und Nüssen umhüllte Eis am Stiel ist auf Balboa Island buchstäblich in aller Munde und zusammen mit gefrorenen Bananen mit Schokoüberzug das kulinarische Aushängeschild von Newport Beach.
Ein ebenso praktisches wie stilvolles Erlebnis ist die Fahrt mit der Balboa Island Ferry, die seit 1919 unermüdlich zwischen Balboa Island und der vorgelagerten Balboa-Halbinsel pendelt. Die Passage, die lange Umwege erspart, dauert nur ein paar Minuten. Sie bietet für kleines Geld einen der schönsten Blicke über Teile des Hafens und die angrenzenden Anwesen. Das gilt auch für das nostalgische Riesenrad in der Balboa Fun Zone. Der kleine Freizeitpark grenzt an den südlichen Anleger der Fähre an.
Wer in Newport Beach weiterhin im Luxus schwelgen möchte, kommt am Fashion Island nicht vorbei. Das Open-Air-Einkaufszentrum ist nicht nur mit Designerläden bestückt, sondern bietet eine hochklassige Gastronomie. In direkter Nachbarschaft befinden sich zwei erlesene Golfclubs, die allerdings nur Mitgliedern vorbehalten sind. Wer selbst eine Partie wagen möchte, kann dies auf dem Newport Beach Golf Course, dem Back Bay Golf Course oder im Pelican Hill Golf Club tun.
Im Kontrast dazu finden auch Naturliebhaber in der unmittelbaren Umgebung der Stadt bemerkenswerte Paradiese. Der Crystal Cove State Park südlich der Hauptstrände verzückt mit einem weitgehend naturbelassenen Küstenabschnitt voller Gezeitentümpel und schroffer Klippen. Vollends naturbelassen zeigt sich die Upper Newport Bay Nature Preserve landeinwärts. Auch als Back Bay bezeichnet, lässt sich das geschützte Feuchtgebiet, das vielen Zugvogelarten als Refugium dient, per Kajak, Fahrrad oder bei einer Wanderung erkunden.