Duke University

Die Duke University gehört nicht nur zu den angesehensten privaten Hochschulen der USA. Die in Durham angestammte Universität ist auch ein lohnender Ort für Besucher der Stadt. Ihr Campus mit zahlreichen gotisch inspirierten Bauwerken gilt als einer der schönsten im ganzen Land. Zudem gibt es hier einige hochkarätige Sehenswürdigkeiten zu bewundern, die in Erinnerung bleiben. Damit ist die Hochschule eine der gelungensten Verbindungen von akademischer Exzellenz und touristischem Reichtum.

Als Sinnbild hierfür steht im Mittelpunkt des West Campus die neugotische Duke University Chapel. Die imposante Kirche mit ihrem 64 Meter hohen Turm erinnert an die Pracht großer Kathedralen Europas. Ihr Innenraum empfängt seine Besucher mit einem malerischen Spiel aus Licht und Farben, das die 77 kunstvollen Buntglasfenster erzeugen. Zu dieser Atmosphäre passt die beeindruckende Akustik des Gotteshauses, wovon man sich am besten überzeugt, wenn die drei mächtigen Orgeln erklingen. Den gesamten West Campus dominieren weitere markante Bauwerke im gleichen Stil, weshalb Studenten die Umgebung traditionell häufig als „Gotisches Wunderland“ bezeichnen.

Einen spektakulären Kontrastpunkt hierzu setzt das Nasher Museum of Art. Das futuristische Bauwerk ist nicht nur ein architektonischer Meilenstein, sondern beherbergt eine Kunstsammlung, die zu den größten Schätzen im Südosten der USA gehört. Die Palette des Hauses reicht von antiken Seltenheiten über ikonische Schätze des europäischen Mittelalters bis hin zu bahnbrechenden zeitgenössischen Werken, die mitunter politisch aufgeladen sind und zum Diskurs anregen. Zu den zahlreichen Kostbarkeiten, die auch Wissenschaftler aus aller Welt nach Durham locken, zählt eine umfassende Sammlung von Maya-Keramiken mit einzigartigen Darstellungen von Mythen und komplexen Hieroglyphen. Der kostenfreie Eintritt zu den dauerhaften Ausstellungen unterstreicht den einladenden Charakter der Duke University.

Nichts anderes gilt für die Sarah P. Duke Gardens, die zumindest aus Sicht von Pflanzenliebhabern das unbestrittene Highlight der Duke University sein dürften. Die Anlage erstreckt sich über insgesamt mehr als 20 Hektar und gilt als einer der schönsten Botanischen Gärten der Vereinigten Staaten. Vor allem die terrassenförmig angelegten historischen Gärten mit ihrer saisonal wechselnden Blütenpracht und der pittoreske japanische Garten mit einem Koiteich sind ausgesprochene Juwelen, die zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang zu einem einmaligen Erlebnis werden lassen.

Derweil gilt Sportfans das hauptsächliche Interesse den Duke Blue Devils, einem der legendärsten College-Basketballteams der USA. Die reiche Geschichte der Mannschaft und ihre Erfolge dokumentiert das Duke Basketball Museum. Auch hier ist der Eintritt natürlich frei. Am besten erlebt man das Team natürlich live im benachbarten Cameron Indoor Stadium, das unter den stimmungsvollsten Arenen des Landes rangiert.

Beschaulich geht es in einem anderen Aushängeschild der Universität zu, das sich etwas außerhalb befindet. Es ist das Lemur Center, ein weltweit einzigartiges Schutzgebiet von Lemuren, das etwa 200 dieser bedrohten Primaten in einem natürlichen Habitat beherbergt. Um einen seltenen Einblick in diese Lebenswelt zu erhalten, ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Die verschiedenen Touren sind im Gegensatz zu den meist kostenfreien Angeboten der Duke University zwar nicht gratis, verheißen aber außergewöhnliche Erlebnisse. Die Einnahmen fließen in den Artenschutz vor Ort und Schutzprojekte auf Madagaskar, dem natürlichen Lebensraum der Lemuren.

Von hier erreicht man mit dem Auto innerhalb weniger Minuten Chapel Hill. Die hübsche College-Stadt ist für die hier ansässige University of North Carolina berühmt. Die öffentliche Hochschule gehört zu den ältesten und renommiertesten Universitäten der USA. Voller akademischem Reiz und bestückt mit weiteren Sehenswürdigkeiten, ist sie die logische Ergänzung zu einem Besuch der Duke University.

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