Daytona Beach

Daytona Beach ist einer der aufregendsten Orte in Florida. Die bekannte Stadt an der Atlantikküste bietet eine aufregende Mischung aus pulsierendem Strandleben, Motorsport-Tradition und Großveranstaltungen und ist damit wie geschaffen für Erlebnishungrige. Mit großartigen Naturlandschaften findet sich jedoch gleich jenseits der Stadtgrenzen auch so mancher Ruhepol, in dem man sich nach aktionsreichen Eskapaden wieder trefflich erden kann.

Die meisten, die nach Daytona Beach kommen, haben natürlich die einprägsamen Erlebnisse im Sinn, für die die Stadt international bekannt ist. Da wäre zunächst das Daytona 500. Das prestigeträchtigste Nascar-Rennen überhaupt ist das Aushängeschild der Stadt schlechthin. Während des Hauptrennens, aber auch an den Renntagen anlässlich der Speed Weeks, die traditionell ab Ende Januar und im Februar ausgetragen werden, platzt der Daytona International Speedway und mit ihm ganz Daytona Beach buchstäblich aus allen Nähten. Wer live dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig bemühen. Denn das Hauptrennen ist regelmäßig ausverkauft, ebenso die örtlichen Hotelzimmer.

Auch außerhalb der Renntage kommen Motorsportfans hier auf ihre Kosten. Sei es bei einer Führung über die Strecke oder bei einem Blick hinter die Kulissen des Rennsports in der Motorsports Hall of Fame of America. Der Daytona International Speedway ist zudem einer der zentralen Schauplätze der Bike Week, eines der weltweit bedeutendsten Motorradtreffen. Mit dem „Welcome To Rockville“, Floridas größtem Rock-Festival, ist der Speedway im Frühjahr abermals Austragungsort eines Großevents mit Hunderttausenden Teilnehmern, das seinen Anteil an Daytona Beachs Beinamen als Festivalhauptstadt Floridas hat.

Vor Besuchern retten kann sich Daytona Beach auch zu vielen anderen Anlässen kaum. Regelrecht berüchtigt ist die Stadt für die Spring Break, wenn sie unzählige feierwütige Studenten förmlich überschwemmen. Am besten stürzt man sich da gleich selbst ins Getümmel und lässt sich von der endlosen Partylaune mitreißen. Einer der stimmungsvollsten Orte ist zweifellos die große Daytona Beach Bandshell am Strand, auf der vor allem im Sommer regelmäßig Konzerte und kleinere Musikfestivals stattfinden.

Die historische Konzertmuschel ist ein ebensolcher Magnet wie der denkmalgeschützte Coquina Clock Tower in der Nachbarschaft. Der Uhrturm zeigt seit seiner Einweihung im Jahr 1938 zuverlässig, was die Stunde geschlagen hat, wobei auf den Ziffernblättern anstelle von Zahlen die zwölf Buchstaben prangen, die den Namen Daytona Beach ergeben. Bei einem Spaziergang auf dem Boardwalk kommt man den altehrwürdigen Relikten ebenso nah wie dem Main Street Pier und natürlich dem wunderbaren Strand.

Ohne seinen Sandstrand wäre Daytona Beach kaum vorstellbar. Der Küstenabschnitt erstreckt sich über fast 40 Kilometer. In einigen Teilbereichen dürfen Strandbesucher sogar mit ihren eigenen Autos bis auf den Strand fahren, was dank des von Natur aus enorm verdichteten Sandes kein Problem und an Bequemlichkeit kaum zu übertreffen ist. Dem natürlichen Phänomen ist es zu verdanken, dass ab 1902 am Strand Auto- und Motorradrennen veranstaltet wurden, was den Grundstein für Daytona Beachs heutige Bedeutung als Rennstadt legte. Die Stadt selbst wurde bereits 1876, dem Jahr des hundertjährigen Bestehens der USA, gegründet.

Von der Historie, die allerdings Jahrtausende zurückreicht und ein umfassendes indigenes Erbe beinhaltet, erzählt das Halifax Historical Museum. Kulturliebhaber sollten sich den Museumscampus im Tuscawilla Park nicht entgehen lassen. Die Anlage umfasst unter dem Namen The Brown ein Kunst- und Naturkundemuseum und ein Museum für Kunst aus Florida. Mehr Werke von Künstlern aus dem Sonnenstaat finden sich nirgends sonst.

Außerhalb der Stadt gibt es jede Menge Natur zu erleben, zum Beispiel im Tomoka State Park oder der benachbarten Tomoka Marsh Aquatic Preserve. Am Tomoka Outpost stehen Kajaks, Boote und Paddleboards zum Mieten bereit. Den wohl besten Überblick verschafft man sich vom südlich gelegenen Ponce de Leon Inlet Lighthouse. Floridas höchster Leuchtturm bietet von seiner Spitze, die man auf 203 Treppenstufen erklimmt, eine traumhafte Aussicht über die gesamte Küste der Region.

So vielseitig wie Daytona Beach selbst, so facettenreich ist auch die Umgebung. Während nördlich der Stadt mit St. Augustine einer der historisch wertvollsten Orte Floridas auf seine Besucher wartet, locken in der Gegenrichtung mit Orlando eine einzigartige Entertainment-Hauptstadt oder das Kennedy Space Center als weitere Top-Attraktion. Alle drei sind jeweils nur rund eine Autostunde entfernt.

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