Flaming Gorge-Uintas National Scenic Byway

Im Nordosten Utahs gibt es vieles zu entdecken. Eine der wichtigsten Straßen, die die zauberhafte Region durchquert, ist der Flaming Gorge-Uintas Scenic Byway. Die Strecke führt von Vernal mitten ins Herz der Flaming Gorge National Recreation Area und ist reich an landschaftlicher Schönheit. Mit vielen sehenswerten Höhepunkten ziert dieser Highway jeden Roadtrip.

Der Flaming Gorge-Uintas Scenic Byway beginnt in Vernal, einem der bedeutendsten Orte in Utahs so genanntem Dinosaurierland. Urzeitliche Landschaften und Fossilienvorkommen prägen die Region wie kaum eine andere. Eine Fahrt auf der Panoramastraße sollte man daher unbedingt mit einem Abstecher in das nahegelegene Dinosaur National Monument und einem Besuch im Utah Field House of Natural History State Park Museum verbinden. Beides sind Stationen auf dem Dinosaur Diamond, einer weiteren Panoramastraße, die sich als perfekte Ergänzung anbietet.

Doch zurück zum Flaming Gorge-Uintas Scenic Byway, der unter der offiziellen Bezeichnung U.S. Highway 191 zunächst durch offenes Farmland verläuft, um schon bald abwechslungsreiches Bergland mit Hügeln, Tälern und markanten Formationen zu durchqueren. Hier erreicht der Highway mit dem Steinaker State Park und dem Red Fleet State Park zwei beliebte Naherholungsgebiete mit Stauseen, Badegelegenheiten und Möglichkeiten zum Wandern zwischen roten Felsen. Im Red Fleet State Park locken sogar versteinerte Saurierspuren.

In der Flaming Gorge National Recreation Area beginnt der spektakulärste Teil der Route. Hier verzweigt sich der Scenic Byway und führt nordwärts weiter als Highway 191 nach Dutch John, während der westliche Ast der Panoramastraße auf dem State Highway 44 in Richtung Manila verläuft. Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Teilstücke zu befahren.

Der nördliche Abschnitt verheißt imposante Blicke auf den Green River, der hier zu einem beeindruckenden See aufgestaut ist, den wiederum rote Felsenschluchten einrahmen. Auf dem Weg zum Flaming Gorge Dam verliert die Straße beständig an Höhe und überquert die elegante Brücke über den Cart Creek. Am Staudamm informiert ein saisonales Besucherzentrum über die Geschichte und Bedeutung des Bauwerks. Besucher können zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Staumauer, den See und die beeindruckende Schlucht flussabwärts spazieren.

Bei der Fahrt über die nur acht Meter schmale Dammkrone, dürfte dem einen oder anderen mulmig werden. Das könnte auch geschehen, wenn man an einer Rafting-Tour teilnimmt, die lokale Anbieter auf dem reißenden Green River unterhalb der Staumauer durchführen. Dies ist indes nur eine der vielen möglichen Aktivitäten in der Flaming Gorge National Recreation Area, mit denen sich eine Reise auf dem Flaming Gorge-Uintas Scenic Byway toppen lässt.

Wer sich darauf beschränkt, die Landschaft von der Straße aus auszukosten, wird nach einer optionalen Stärkung oder einem Tankstopp in Dutch John auf dem Weg zurück bis zur Kreuzung mit Highway 44 und im weiteren Verlauf nach Manila mit weiteren spektakulären Eindrücken beschenkt. Ein Highlight ist zum Beispiel der Red Canyon Overlook am Red Canyon Visitor Center. Das Panorama zählt zu den schönsten weit und breit.

Kaum weniger bezaubernd ist der Dowd Mountain Overlook wenige Meilen weiter mit Blick tief in die Schlucht und weit nach Wyoming hinein. Dass die Zufahrt zu diesem Aussichtspunkt über eine sechs Meilen lange unbefestigte Piste führt, trägt gewiss zu seinem Reiz bei. Mit allzu vielen anderen Besuchern muss man das grandiose Panorama normalerweise nicht teilen.

Auf der verbleibenden Strecke nach Manila, wo der Flaming Gorge-Uintas Scenic Byway unweit der Staatsgrenze nach Wyoming endet, scheint die Route nochmals alle Register zu ziehen. Eine weite Schleife umrundet den Sheep Creek Overlook mit Blick auf ein malerisches Relief. Bevor der Highway die Canyonwelt verlässt, lohnt sich ein Abstecher in die Sheep Creek Canyon Geological Area mit bizarren Felsen.

Wer den Flaming Gorge–Uintas Scenic Byway absolviert hat, wird die Straße und die mit ihr verbundenen Orte und Erlebnisse lange in Erinnerung behalten. Wenngleich man die Strecke in zwei Stunden absolvieren könnte, vergeht mit Fotostopps, kleinen Wanderungen und der einen oder anderen Aktivität leicht ein ganzer Tag auf einer der schönsten Straßen im Nordosten Utahs.

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