Quoddy Head State Park

Der Quoddy Head State Park in Maine umfasst den östlichsten Punkt des Festlandes der USA und ist schon deshalb für Freunde geografischer Superlative ein Muss. Mit einer dramatischen Küstenlinie, tollen Wandermöglichkeiten und einem markanten Leuchtturm ist der Park aber auch sonst ein attraktives Ausflugsziel, das sich zudem sehr gut mit einem Abstecher nach Kanada verbinden lässt.

Unverkennbares Wahrzeichen des Parks ist das West Quoddy Head Light. Der historische Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1858. Mit seinem Anstrich in Form rotweißer Ringe gilt das Bauwerk als einer der schönsten Leuchttürme in Maine und ist weit über die Region hinaus bekannt. Im zugehörigen Wärterhaus ist ein Museum eingerichtet. Von dem Turm aus, den man zu bestimmten Zeiten und Anlässen wie der West Quoddy Annual Lighthouse Celebration oder dem Maine Open Lighthouse Day besteigen kann, lässt sich die Umgebung gut überblicken. Über den Quoddy Channel hinweg reicht der Blick zu den kanadischen Inseln Campobello Island und Grand Manan Island.

Wer nicht ohnehin wegen der Landschaft den Quoddy Head State Park besucht, wird spätestens bei dem schönen Panorama Lust verspüren, das 219 Hektar große Schutzgebiet näher zu entdecken. Es gibt etwa acht Kilometer Wanderwege, auf denen man in die Landschaft eintauchen kann. Das Innere der Halbinsel, über die sich der Park ausbreitet, ist mit Wald und Hochmoor bedeckt. Der Thompson Trail lässt sich mit dem Coastal Trail zu einer anspruchsvollen Rundwanderung kombinieren, die durch das Inland und entlang des Meeres führt. Vor allem die für Maine typische zerklüftete Küste hinterlässt beim Anblick Eindrücke, die im Gedächtnis bleiben.

Die Felsenküste etwa rings um Gullivers Hole erinnert stark an den Acadia National Park. Im Gegensatz zu dem populären Nationalpark sind die Besucherzahlen im Quoddy Head State Park allerdings ausgesprochen moderat. Wer an einem warmen Sommertag eine Abkühlung braucht, könnte am versteckten Jones Beach die Füße ins Wasser halten.

In der Kleinstadt Lubec, zu deren Gemarkung der Quoddy Head State Park gehört, lässt sich ein Ausflug harmonisch abrunden. Das maritime Flair der östlichsten Stadt der kontinentalen USA lässt sich bei einer Stärkung genießen, bevor es weiter auf die malerische Insel Campobello Island geht, die per Straße nur von den USA aus erreichbar ist. Auch für einen ausführlicheren Besuch der kanadischen Provinzen New Brunswick, Nova Scotia und Prince Edward Island ist die Gelegenheit von hier aus günstig. Der nächstgelegene Grenzübergang befindet sich in Calais nur eine Autostunde nördlich.

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