Der Hanging Rock State Park ist ein touristisch interessantes Schutzgebiet im Norden des Bundesstaates North Carolina. Er umfasst ein besonders reizvolles Areal der Sauratown Mountains, einer Bergkette, die für ihre markanten Inselberge bekannt ist. Von deren Spitzen erlebt man schöne Fernsichten, allein schon deretwegen der Park ein beliebtes und lohnenswertes Ausflugsziel ist. Vor allem die Einwohner des ganz in der Nähe befindlichen Städte Winston-Salem und Greensboro zieht es hierher, doch auch Touristen von weiter her werden in dem Park immer wieder gesichtet.
Ganz weit oben auf der Hitliste seiner Besucher steht zweifellos der Hanging Rock, nach dem der State Park benannt ist. Der markante Gipfel mit seinen bizarr aufgeschlossenen Felsen aus Quarzit, der atemberaubende Selfies und einen spektakulären Ausblick verheißt, ist eines der populärsten Wanderziele des Parks. Der knapp drei Kilometer lange Aufstieg, der am Besucherzentrum beginnt, ist zwar recht anspruchsvoll, aber lohnt die Mühe auf jeden Fall.
Nicht minder anstrengend ist die Tour auf dem Moore’s Wall Loop Trail zum imposanten Moore’s Knob. Die mit fast 800 Metern höchste Erhebung der Sauratown Mountains krönt sogar ein kleiner Aussichtsturm. Bei guter Sicht erkennt man in der Ferne sogar die Skylines von Winston-Salem und Greensboro und die berühmten Blue Ridge Mountains.
Insgesamt durchziehen den dicht mit Eichen und Hickorybäumen bewaldeten Hanging Rock State Park um die 80 Kilometer Wanderwege. Die Touren, die man auf diesen Trails unternehmen kann, führen zu vielen Bergspitzen oder hübschen Wasserfällen wie den Upper und den Lower Cascade Falls. Nicht zu verachten sind auch die Tory’s Falls, der mit 30 Metern höchste Wasserfall des Parks, und Tory’s Den ganz in der Nähe. Die Höhle soll während des Amerikanischen Revolutionskrieges Loyalisten der Briten, die man landläufig als Tories bezeichnet, als Unterschlupf gedient haben.
Apropos Bergspitzen – wo es Berge und schroffe Felswände gibt, sind Kletterer nie weit. Da macht auch der Hanging Rock State Park keine Ausnahme. Klettern ist an den Felswänden namens Cook’s Wall und Moore’s Wall erlaubt. Letztere ragt bis zu 120 Meter in die Höhe und bietet anspruchsvolle Routen. Besonders schön ist es in den Wäldern des Parks übrigens im Frühling, wenn wilde Azaleen in voller Blüte stehen, und natürlich im Herbst zur Zeit der Laubfärbung.
In der Sommerzeit beliebt und ohnehin nur während dieser Zeit geöffnet sind ein fünf Hektar großer künstlicher See und das zugehörige Badehaus, das heute unter Denkmalschutz steht. Beides sind Relikte aus der Anfangszeit des Hanging Rock State Parks in den 1930-er Jahren; sie wurden als touristische Anziehungspunkte angelegt und laden zum Schwimmen oder einer Tour im Kajak ein. Zuvor sollte hier ein großes Mountainresort entstehen, doch zum Glück aus heutiger Sicht scheiterte das Projekt an Geldmangel. Übernachten kann man im Hanging Rock State Park dennoch. Es gibt einen großzügigen Campingplatz und mietbare Urlauberhütten unweit des Sees.